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VISUELLE KOMMUNIKATION

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Gefunden –
nicht erfunden



«Von Rekord zu Rekord – wie lange noch?»

aus «Der Bund» – 4.1.2019 von Mischa Stünzi

Das Jungfraujoch hat 2018 erneut einen Besucherrekord geschrieben. Doch die Bedingungen könnten für die hochalpine Touristenattraktion in Zukunft härter werden.
Das Jungfraujoch ist gefragter denn je. Die Destination zwischen Mönch und Jungfrau vermeldet immer neue Rekorde. Der jüngste kam am Freitag: 1'067'000 Menschen reisten letztes Jahr auf das Jungfraujoch – 2,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Bereits zum dritten Mal in der Geschichte verzeichnete das Joch damit über eine Million Besucher.
Vor allem im Sommer, der Hauptreisezeit für die Gäste aus den neuen Märkten wie China, Indien und den Golfstaaten, kann es auf dem Berg eng werden. Denn auch die Reisenden aus den traditionellen Märkten wie der Schweiz und Deutschland wollen lieber dann aufs Joch, wenns warm ist. An 37 Tagen stiess das Joch deshalb an seine Kapazitätsgrenzen. Ab 5000 Gästen pro Tag heisst es: «ausverkauft».
Ziel der Jungfraubahnen ist es, die Nebensaison zu stärken – etwa mit dem letztes Jahr eingeführten Hochsaisontarif während der Sommermonate. Die Vision heisst «zwölf Monate Hochsaison». Zudem rücken die anderen vom Unternehmen bedienten Ausflugsberge – First, Harder und Mürren – in den Fokus. Im abgeschlossenen Jahr haben die Jungfraubahnen damit Erfolg gehabt: Die Zahl der Besucher auf der First stieg um 18, jene auf dem Harder sogar um 21 Prozent.
...
Engpass Flughäfen

Ein Preiszerfall droht, sollten die Wachstumsraten bei den asiatischen Touristen zurückgehen. Nur solange die Nachfrage mindestens im Gleichschritt zur Kapazität steigt, wird der Preis nicht tangiert. Hinkt allerdings das Wachstum der Nachfrage dem Wettrüsten hinterher, kommt es zu Überkapazitäten, und die Preise sinken. Im Wintersport ist dies zu beobachten. Das Geschäft ist geprägt durch immer schnellere und grössere Bahnen für immer weniger Skifahrer. Sogar die ansonsten erfolgsverwöhnten Jungfraubahnen haben im Segment Wintersport zu kämpfen – zum Saisonstart empfingen sie 4 Prozent weniger Wintersportler als noch vor einem Jahr.
Welche Folgen eine solche Dynamik für die Preise haben kann, zeigt sich eindrücklich bei den Saisonkarten. Dort ist es in den letzten Jahren – ausgehend vom sogenannten Hammer-Deal in Saas-Fee – zum Preiskampf gekommen. Mittendrin die vier grossen Berner Skigebiete, die ihr gemeinsames Abo im Vorverkauf für nur 666 Franken verkauft haben.
Was aber könnte dazu führen, dass der Boom bei den asiatischen Touristen endet? Grössere Terroranschläge in Europa wie im Jahr 2016 in Nizza und Brüssel beispielsweise. Oder eine Überlastung der allgemeinen touristischen Infrastruktur in Europa. Lütolf verweist darauf, es sei unklar, wie viele zusätzliche Gäste zum Beispiel die europäischen Flughäfen noch absorbieren könnten.

Anmerkung kfs: … Grundsätzlich ist es ja ganz toll, dass wir als Konsumenten von günstigen Ticketpreisen profitieren, weil der Konkurrenzkampf auf dem Touristenmarkt dies mit sich bringt. Es sei mir allerdings erlaubt hinter ein Monieren von ruinösem Preiskampf ein Fragezeichen zu setzen. Es kann doch nicht sein, dass Marktteilnehmer erst Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um von Rekord zu Rekord zu eilen, damit die Mitkonkurrenten unter Druck zu setzen nun ebenfalls massiv in neue Infrastrukturen und Marketingbestrebungen zu investieren, und gleichzeitig sich über die «Marktmechanismen» zu beklagen (?).
Was ich beim gesamten Diskurs vermisse, ist, dass über die bereits bestehenden Beeinträchtigungen der Lebensqualität der Einheimischen, der Natur und weiterer «externer Kosten» nicht berichtet wird. Einfach mehr Gäste auf das ganze Jahr zu verteilen, heisst ja auch: es gibt (bald) keine Verschnaufpausen mehr! So sind in den Touristenzentren die Zwischensaisons in den letzten Jahren vermehrt inexistent.
Und so ist es ja nur konsequent, wenn der Autor auf den nächsten «Flaschenhals Flugplatz» hinweist!! …

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